MV liest „Niemand ist bei den Kälbern“ von Alina Herbing

Der Auftakt der Lese- und Podcastreihe “MV liest” fand am 18. September in der Hörspiel- und Begegnungsscheune Cramon statt. Gastautorin Alina Herbing hat aus ihrem Buch „Niemand ist bei den Kälbern“ gelesen, welches 2017 im Arche-Verlag erschienen ist.

In einer Gemeinde in Nordwestmecklenburg ist Christin gerade auf den Bauernhof ihres langjährigen Freundes Jan gezogen. Die Aufbruchstimmung der Nachwendejahre, die ihre Kindheit prägte, ist längst dahin, doch für Jan ist der väterliche Betrieb trotz sinkender Milchpreise noch immer das Wichtigste im Leben. Christin hingegen will nur weg. Sie träumt von der Großstadt und einem Job im Büro. Aber wo soll sie hin ohne Ausbildung? Es bleiben die immer gleichen Dorffeste, die immer gleichen Freunde, der arbeitslose Vater und der Kirschlikör aus dem Konsum. Als Windkrafttechniker Klaus aus Hamburg auftaucht, sieht Christin einen Ausweg aus ihrem bisherigen Leben.

Alina Herbing, die selbst in Mecklenburg aufgewachsen ist, zeichnet eine unromantische Milieustudie über das Landleben und eine gescheiterte Wende-Generation. „Niemand ist bei den Kälbern“ ist ein Roman über Grenzen und Grenzüberschreitungen, über Landflucht und prekäre Umfelder, über das Leben zwischen Ost und West, gestern und heute, Existenzangst und die Sehnsucht nach Freiheit.

Gemeinsam mit dem Publikum ist Journalistin Manuela Heberer mit der Autorin Alina Herbing ins Gespräch über ihr Buch, dessen Handlung und die Hintergründe gekommen.

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